Das Burgenländische Landesjagdgesetz wird wieder einmal novelliert

Das Burgenländische Landesjagdgesetz wird wieder einmal novelliert und die derzeit legale Tötung von Hund und Katze durch Abschießen und Verwendung von Fallen (Abzugeisen) ist weiterhin kein Thema.
 
„Faktum ist, dass derzeit die Interessen von 5000 burgenländischen Jägern den Ängsten von 120.0000 burgenländische Hunde- und Katzenbesitzer gegenüberstehen“, so Manfred. Haidinger, Präsident des Verband freiheitlicher und unabhängiger Gemeindevertreter Burgenland – VFG, „insofern „Gegenüberstehen“, weil dies ein massives Konfliktpotential in sich trägt, da weiterhin das Töten (Abschuss) von Hund und Katze und die Fallenjagd, vor allem die Verwendung von Abzugseisen (Qetschfallen) und Prügelfallen (Zertrümmerungsfallen), erlaubt sein soll und das muss nicht sein, so Haidinger.
 
Die Fallenjagd ist ein Relikt aus dem 19. Jahrhundert, aufgrund von Hungersnöten oder Zusatzverdienst durch Pelzverkauf. Das Abzugseisen und die Prügelfalle sind dermaßen gebaut, dass diese ausschließlich bei Auslösung des Fangmechanismus durch das Maul des Tieres tötend wirken. Bei Auslösung des Fangmechanismus durch die Pfote (oder Lauf des Schalenwildes, Greifer oder Ständer von Vögeln, menschliche Füße oder Hände usw.) kann die Falle nicht tödlich wirken und verursacht schwerste Verletzungen mit höchstmöglichen Qualen. Ist das Tier zu groß oder zu klein für das jeweilige Abzugeisen oder Prügelfalle, wirkt dieses aufgrund zu kleiner oder zu großer Bügel bzw. fehlender Hebelwirkung gleichfalls nicht tödlich und produziert wiederum Qualen unvorstellbaren Ausmaßes. Das Fangen mit den genannten Fallen ist auch nicht selektiv und gefährdet geschützte Tiere und auch Tiere, die für den Fang nicht gesetzlich vorgesehen sind, Menschen und vor allem Kinder sind massiv gefährdet.
 
Deswegen schlägt der Verband der freiheitlichen und unabhängigen Gemeindevertreter im Burgenland (VFG) Folgendes vor:
 
Die Fallenjagd ist zu verbieten. Die Jagd auf Raubwild, wie Fuchs oder Marder soll nur mit der Büchse erlaubt sein, bei gleichzeitiger Legalisierung der Nachtsichtgeräte (Restlichtverstärker und Wärmebild) als Zieleinrichtung für Gewehre.
 
Tierschutzgerechtes Jagen, d.h. wenig Beunruhigung (Bewegungsjagden, Intervallbejagung, Fallenverbot, ua.)
 
Natürlicher, ökologischer Umgang mit Wild (Fütterungsverbot, Gatterverbot, ua.)
 
Rückkehr zur Ursprünglichkeit- Jagen, um gesundes Lebensmittel zu erhalten, bei gleichzeitiger Schonung von Wald und Lebensraum
 
Aus Gründen des Tierschutzes, ethischen Gründen, aber auch aufgrund fehlender nachvollziehbarer Sinnhaftigkeit wird Wild im Gatter grundsätzlich ausgeschlossen und somit vom VFG abgelehnt.
 
Da die Strukturen des BLJV und behördliche Strukturen des jagdlichen Verwaltungsrechtes grundsätzlich als „versteinert“ anzusehen sind und freiheitlichen Grundsätzen widersprechen, wird auf die „Machtspiele“ zwischen Bgld. LReg und dem BLJV (dazwischen die Esterhazy Betriebe) nicht näher eingegangen.
Die Zwangsmitgliedschaft zum BLJV ist grundsätzlich abzulehnen und der Zugang zu freien Verbänden zu ermöglichen.
 
Ich hoffe, dass Vernunft als oberstes Gebot auch in der Legislative und zwischen zwei konkurrierenden gesellschaftlichen Gruppen einziehen kann.
 
Manfred Haidinger – Präsident des VFG 7000 Eisenstadt - Ruster Straße 70b
Handy: 0660 5072414 Mail: office@vfgb.at
 
Die komplette Stellungnahme des VFG zur Novelle des Jagdgesetzes steht hier zum Download bereit:
https://www.vfgb.at/app/download/8049755661/Final_Begutachtung+Jagdgesetznovelle+2020.pdf?t=1604673128 mehr über den VFG hier: www.vfgb.at